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Geld kann keinen von ihnen gewinnen,
ebenso wenig wie Liebe,
denn ein Bewohner des Moorlandes würde so wenig daran denken,
sein Kind zu verkaufen
wie sich von einem grauen Hund zu trennen.
Doch solltest du,
wenn du durch das wilde Schafland um die doppelten Bergspitzen wanderst,
zufällig im Moor oder auf dem Markt
auf einen vollendeten, vornehmen Ritter treffen,
in ein dunkelgraues Gewand gekleidet,
hier und da mit Mondstrahlen besprenkelt,
frei von Gottes Gnaden,
vom Stand eines Edelmannes,
tüchtig wie ein Prinz,
geschmeidig wie eine Eberesche,
anmutig wie ein Mädchen,
mit erhabener, königlicher Haltung,
Bewegung und Lebensart einer Märchenkönigin,
sollte er eine edle breite Stirn haben,
ein vornehmes Wesen ruhiger Stärke,
geboren aus rechtem Vertrauen,
äußerst bescheiden;
letzter und unfehlbarster Prüfpunkt von allen:
Solltest du in zwei schneebekleidete Augen schauen,
ruhig, gedankenvoll, unergründlich,
ihre weichen Tiefen erfüllt von ewiger Traurigkeit
– Verlangen, sagt man, nach der Seele, die ihm nicht eigen ist –
wisse dann,
du blickst auf einen vom Schlage der erlauchtesten Schäferhunde des Nordens.
Alfred Ollivant (aus dem Buch „Owd Bob“, 1898)